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Zum Ausbildungsstart meldete die Bundesagentur für Arbeit über 200.000 offene Lehrstellen. Wie kann man Ausbildung attraktiver gestalten, damit diese Stellen auch von Nachwuchskräften besetzt werden? The Stepstone Group hat sich das einmal genauer angesehen. Helfen könnte zum Beispiel ein höheres Einstiegsgehalt.

Vorreiter sind Angebote in Berufen, die tatsächlich auch zu den gefragtesten gehören: Fachinformatiker, Industriemechaniker, Mechatroniker oder Bankkaufleute. In diesen Jobs winkt im ersten Jahr nach der Ausbildung ein Bruttomediangehalt von bis zu 40.000 Euro. Zum Vergleich: Aktuell liegt das Bruttomediangehalt in Deutschland laut Stepstone Gehaltsreport 2023 bei 43.842 Euro.

Dr. Tobias Zimmermann, Arbeitsmarktexperte von The Stepstone Group, bewertet die Situation so: „Die Berufsausbildung ist ein Eckpfeiler des deutschen Arbeitsmarkts. Sie bietet gerade in Zeiten des flächendeckenden Arbeitskräftemangels vielversprechende wie sichere Karriereperspektiven. Immer mehr Betriebe punkten beim Nachwuchs mit kreativen Angeboten. Aber die Ausbildung muss insgesamt noch attraktiver werden, vorzeitige Abbrüche müssen verhindert werden. Deshalb ist es richtig und wichtig, dass junge Menschen in der Ausbildung und danach attraktive Gehälter erzielen. Wichtig ist aber auch, dass sich noch mehr Arbeitgeber auf die Realität junger Talente einlassen und den Wettbewerb am Arbeitsmarkt annehmen. Wir sind in der Zukunft auf die Auszubildenen von heute angewiesen. Sie sind es, die die Transformation unserer Wirtschaft entscheidend treiben werden.“

Tatsächlich ist das Thema Gehalt ein Aspekt, der relevant sein kann bei der Wahl für einen Job oder eine Ausbildungsstelle. Aber es ist nicht der alleinentscheidende. Dr. Tobias Zimmermann hat es oben in seinem Statement schon angedeutet: Unternehmen punkten mit kreativen Angeboten. Das lässt sich sicher weiter fassen, zum Beispiel mit Blick auf die Arbeitsbedingungen, die Sinnhaftigkeit der Arbeit oder den Ort der Arbeit. Der Service-Verband KVD hat dazu in seinem Whitepaper „Fachkräfte im Service“ einige Best Practices präsentiert und Handlungsempfehlungen genannt. Das Whitepaper kann kostenlos heruntergeladen werden.

Übrigens, das sind die 10 Ausbildungsberufe mit dem höchsten Einstiegsgehalt (weniger als 1 Jahr Berufserfahrung):

  • Fachinformatiker: 40.000 Euro Jahres-Bruttomediangehalt
  • Industriemechaniker: 39.200 Euro Jahres-Bruttomediangehalt
  • Bankkaufleute: 38.974 Euro Jahres-Bruttomediangehalt
  • Mechatroniker: 38.400 Euro Jahres Bruttomediangehalt
  • Personaldienstleistungskaufleute: 37.200 Euro Jahres-Bruttomediangehalt
  • Elektroniker für Automatisierungstechnik: 37.200 Euro Jahres-Bruttomediangehalt
  • Elektroniker: 36.923 Euro Jahres-Bruttomediangehalt
  • Elektroniker für Betriebstechnik: 36.000 Euro Jahres-Bruttomediangehalt
  • Immobilienkaufleute: 35.522 Euro Jahres-Bruttomediangehalt
  • Maschinen- und Anlagenführer: 35.500 Euro Jahres-Bruttomediangehalt

Sämtliche Gehaltszahlen beziehen sich auf das Bruttojahresgehalt inklusive Boni, Provisionen, Prämien etc. Die Daten basieren auf dem Stepstone Gehaltsplaner. Für die Analyse wurden insgesamt rund 833.000 Gehälter von Vollzeitbeschäftigten analysiert, die im Zeitraum Januar 2021 bis Juni 2023 erhoben wurden. Die Daten wurden entsprechend der offiziellen Beschäftigungsstatistiken gewichtet und sind bezüglich der Verteilung der Charakteristika Alter, Geschlecht, Hochschulabschluss, sowie Wirtschaftssektor und Bundesland der Beschäftigung repräsentativ für die Erwerbsbevölkerung.

Autor: Carsten Neugrodda, KVD Geschäftsführer

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