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Dass eine Mitgliederversammlung auch ohne Wahlen spannend sein kann, hat der Service-Verband KVD dieses Jahr wieder bewiesen: Rund um die eigentliche Versammlung in der Pe303 Rheinlocation im Zollhafen hatte die Geschäftsstelle ein interessantes Programm mit vielen Mehrwerten für die Service-Praxis gestrickt. Und auch die Mitgliederversammlung selber wurde neu und abwechslungsreich gestaltet: Statt der Ressortpräsentationen der einzelnen Vorstände moderierten KVD-Geschäftsführer Carsten Neugrodda und Beiratsvorsitzender Wolfgang Theisen, einen Vorstandstalk, bei dem die wichtigsten Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsjahres auf den Tisch kamen. Und ausreichend Zeit für Nachfragen und Networking bleib natürlich auch noch.

Das ging tatsächlich auch schon am Vorabend der eigentlichen Mitgliederversammlung los: Ein Networking-Abend hat im Rahmen der Versammlung schließlich Tradition. Zusammengekommen war man im Deutschen Sport & Olympia Museum und unmittelbarer Nähe zur Eventlocation des Folgetages.  Hier traf man sich zum Wiedersehen und zum Austausch. Am Folgetag stand dann wie gesagt die eigentliche Versammlung an, eingerahmt durch zwei spannende Vorträge.

Wie man Menschen zu Fans macht – gerade auch von Brands oder Unternehmen – darüber hat Leif Steinbrinker von Fanomics gesprochen. Er zeigte auf, wie der Service zum Erfolgsfaktor für „Best Customer Experience“ werden kann. Dazu hatte er drei Keyfacts mitgebracht:

  1. Sei kein Zehnkämpfer!
  2. Fokussiere und orchestriere das Kundenerlebnis Deiner Organisation!
  3. Lebe die Werte – jeden Tag!

Er zeigte auf, dass Fankultur auch ein Leadership-Thema ist. Hier sei eine Identifikation der Mitarbeitenden mit dem Unternehmen wichtig – eine emotionale Bindung. Nur Fan-Mitarbeitende könnten auch Kund:innen zu Fans machen. Haltung und Verhalten spielten hier eine Rolle. Seiner Ansicht nach kommt es dabei vor allem auf die Führung an: Führungskräfte könnten zu Fan-Machern werden. In Sachen Kundenorientierung hatte er den Tipp: „Adressieren Sie die ‚wahren‘ Motive Ihrer Servicekunden entlang der Journey.“

Zum Abschluss hat Expertin Sarah Steiner die Teilnehmenden zum wichtigen Thema Mitarbeiterbildung auf den aktuellen Stand gebracht. Sie zeigte unter dem Label “In guten wie in schlechten Zeiten“ auf, wie nachhaltige Mitarbeiterbindung funktioniert. Ihre Message: Mitarbeitende ´werden nicht gebunden`, sondern ´lassen sich binden`, wenn es die Richtigen sind. Mit dem Anspruch, die richtigen Mitarbeitenden finden und binden zu wollen stellen Unternehmen sicher, dass es auch diejenigen mit einem hohen Identifizierungsgrad sind und das liege im Interesse erfolgreicher Unternehmen. Für den authentischen Bindungsaufbau schlug Sie vor, sich die Parallelen zu Partnerschaften anzuschauen und tatsächlich, Wertschätzung, Dankbarkeit, Empathie, Teamgeist und Glaubwürdigkeit sind durchaus Eigenschaften, die sowohl in privaten Beziehungen als auch im Arbeitskontext Bindung beeinflussen.

Um in die richtigen Mitarbeiterbindungsmaßnahmen zu investieren, empfahl Sie den Zuhörern sich mit der Employee Experience auseinanderzusetzen und sich folgende Frage zu stellen: „Wie erleben meine Mitarbeitende die Arbeit in meinem Unternehmen in Bezug auf u.a. Onboarding, Führung, KI, Zusammenarbeit und in Bezug auf die eigene Arbeit? Insgesamt plädierte sie dafür sich ´Faktenlagen` durch Befragungen abzuholen, denn so decke man Handlungsfelder wie beispielsweise Fake Work auf, was schlimmstenfalls ein echter Fluktuationsbooster sein kann.

Impressionen von der KVD Mitgliederversammlung 2023:

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